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Samstag, 25. Oktober 2014

Gastbeitrag: Atlantis Hotel Vienna

Über Wien wurde in diesem Blog schon an verschiedenen Stellen berichtet, als letztes in diesem Bericht über Wien. In einem weiteren Beitrag finden sich einige Restauranttipps speziell zur österreichischen Küche in Wien.













Die Stadt hat unwahrscheinlich viel zu bieten und entwickelt sich trotz ihrer langen Tradition und prächtigen alten Gebäude ständig weiter. Aus diesem Grund gibt es ständig etwas neues zu entdecken. Eine zentrale Ausgangsbasis ist das Atlantis Hotel Vienna. Das Hotel liegt nah am Ring im 15. Bezirk, direkt beim Einkaufszentrum Lugner City. Der Westbahnhof ist ebenfalls in Laufweite, was praktisch für die Anreise aus Deutschland ist, da die Fernzüge aus Richtung Salzburg/Linz dort ankommen. Wer gut zu Fuß ist, kann von hier durch den kreativen und teilweise etwas alternativen 7. Bezirk runter in die Innenstadt, in den 1. Bezirk laufen. Unterwegs gibt es zahlreiche individuelle Läden und kleine Cafés zu entdecken. Wem das zu weit ist, erreicht die City in wenigen Minuten mit der U-Bahn. Station machen sollte man auf jeden Fall im Museumsquartier. Neben den interessanten Ausstellungen ist hier bei schönem Wetter immer jede Menge los und man kann schön bei einem Café die Atmosphäre genießen. In der Innenstadt selbst gibt es natürlich jede Menge Highlights zu besichtigen. Das Zentrum im Zentrum ist der Stephansplatz mit dem Stephansdom. In Ruhe die Aussicht von oben genießen kann man vom Sky Café in der obersten Etage über dem Kaufhaus Steffl, tags und abends ein beliebter Treffpunkt bei Einheimischen und Touristen.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Atlantis Hotels befindet sich die bekannte Wiener Eventlocation Stadthalle. In der Stadthalle finden zahlreiche Konzerte und Großveranstaltungen statt. 2015 kommen u.a. Usher, Lionel Richie, aber auch österreichische Klassiker wie die Erste Allgemeine Verunsicherung. Da Konzerte und auch die Oper in Wien i.d.R. stark nachgefragt sind, lohnt es sich, rechtzeitig vor Anreise Karten zu reservieren. So läßt sich der perfekte Städtetrip abrunden.













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Sonntag, 18. September 2011

Reisebericht Österreich: Reiseführer Wien
















Ich habe schon einige Tipps zu Wien als Reiseziel in diesem Blog aufgeschrieben. Aber wie das in einer lebendigen Stadt ist, gibt es immer wieder etwas neues zu entdecken. Zumindest wenn man das möchte, wo ja gerade in Wien an vielen Stellen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Auf jeden Fall gibt es auch dieses Jahr wieder einiges neues in Wien zu entdecken. Das fängt schon bei den Hotels an: Ein guter Tipp ist das neue 25hours Hotel, ein neues Haus der Budget-Design-Hotelkette, die schon Häuser in Frankfurt/Main und Hamburg haben. Schon die Lage ist spitzenmäßig, direkt am Anfang der Lerchenfelder Straße im 7. Bezirk, einen Steinwurf neben dem Museumsquartier. In der ersten Bauphase wurden die Suiten in den beiden obersten Stockwerken und die Lounge/Bar/Terrasse, der 'Dachboden' fertiggestellt. Aufgrund der Größe der Räume ist der Zimmerpreis nicht so budgetmäßig, man sollte auf Specials achten. Die Ausstattung ist nicht besonders hochwertig, aber originell und stylisch. Zimmerservice etc. gibt es nicht, der Service ist sehr schlank, schon etwas zu schlank aufgestellt. Abends ist am Wochenende im Dachboden der Bär los, weil auch die Wiener den schönen Ausblick entdeckt haben, gerade im Sommer natürlich. Tagsüber ist eher Wohnzimmeratmosphäre in der Lounge, hier gibt es auch das recht bescheidene Frühstücksbuffet. Also, nicht die richtige Adresse, wenn
man auch kulinarisch verwöhnt werden möchte, aber dafür gibt es in Wien ja genügend andere Möglichkeiten.















Ein kulinarischer Genuß ist z.B. der Eis Greissler, mitten im 1. Bezirk in der Rotenturmstraße. Der winzige Bio-Eissalon ist phänomenal eingeschlagen, wirklich ein Genuß. Und gräbt den etablierten staubigen Zanoni und Co. ordentlich Laufkundschaft ab. Wer es herzhafter mag und ruhiger sitzen möchte, ist beim Hollmann Salon im Heiligenkreuzerhof gut aufgehoben (Grashofgasse 3, 1. Bezirk). Man sitzt herrlich ruhig mitten im lebhaften 1. Bezirk, im Sommer unbedingt vorher draußen reservieren, es gibt dort nur 20 Plätze. Die Speisekarte ist bio und ambitioniert, leider nicht in der Konsequenz richtig fein gekocht. Fleisch war gut, aber der kalte Saibling im Glas unglaublich fad. Allerdings alles in allem doch ein faires Preis-/Leistungsverhältnis und der Service sehr aufmerksam. Das gleiche galt nicht für den
Service im recht neuen Restaurant ella's am Judenplatz, ebenfalls im 1. Bezirk. Das Essen hier ok, aber auch nicht sehr gut und dafür zu teuer. Allerdings sitzt man auch hier sehr schön, der Judenplatz hat einfach eine sehr eigene, geheimnisvolle Atmosphäre.
Exklusiv und mit schöner Aussicht gibt es Cocktails in der Bar des Do&Co Hotels. Am besten reservieren, der Blick auf den Stephansdom ist beliebt, trotz der gesalzenen Getränkepreise. Aber diese sind von guter Qualität und die Lage direkt am Stephansplatz einfach
einzigartig.
Noch zwei bunt gemischte Shoppingtipps: Für außergewöhnliche Objekte und Möbel ist ein Besuch im Geschäft lichterloh, Gumpendorferstraße 15-17 im 6. Bezirk empfehlenswert. Hier gibt es alte Möbel, Designklassiker und liebevoll sanierte und zu Sitzmöbeln umfunktionierte Seitpferde zu sehen und zu erwerben. Erwerben nur, wenn man mit einem großen Auto da ist ...
Für Teeliebhaber ist ein Besuch bei Haas & Haas Pflicht. Etwas versteckt hinter dem Stephansdom liegt das Geschäft mit Café. Hier gibt es eine riesige Auswahl qualitativ ausgezeichneter Tees und einige weitere Leckereien.
Zum Entspannen gut ist ein Spaziergang im Türkenschanzpark im 18. Bezirk. Hier kommt man auch gut mit Bahn und Bus hin, sollte aber vorher die Route checken. Der Park ist wirklich toll angelegt und gepflegt, recht hügelig und das Publikum ist bedingt durch das gediegene Wohnumfeld sehr angenehm. Steht wahrscheinlich in keinem Reiseführer, für Parkliebhaber aber ein Muß.

Sonntag, 30. Mai 2010

Reisebericht Wien: Restaurants österreichische Küche

Wien hat kulinarisch wirklich eine Menge zu bieten. Österreichische Küche gibt es hier in zahlreichen Varianten, von herzhaft traditionell bis modern interpretiert und fein. Man hat also eine große Auswahl an hervorrangenden Restaurants, allerdings gibt es gerade in der Inneren Stadt natürlich auch die ein oder andere Touristenfalle, die man vermeiden sollte.
Hier ein paar Tipps, die allerdings sehr unterschiedlich sind. In allen Fällen sollte man rechtzeitig reservieren, sonst besteht zumindest am Wochenende kaum eine Chance auf einen Platz.
Traditionell im besten Sinne: Das Ofenloch, Kurrentgasse 8, 1. Bezirk. Das Ofenloch ist ein wirklich sehr traditionelles Lokal, aber mit einer durchaus guten Küche. Das Schnitzel ist sehr lecker, aber auch andere Fleichgerichte kann man sehr gut essen.
Gewöhnungsbedürfiges Umfeld, aber gute Küche und guter Service: Stadtgasthaus Eisvogel, Riesenradplatz 5, 2. Bezirk. Im Vergnügungsteil das Prater gelegen mit Blick auf das Riesenrad sieht das Gasthaus Eisvogel aus, als würde es in Las Vegas stehen. Auch die Einrichtung ist entsprechend nicht sehr schmuck. Allerdings gibt es hier eine feine bürgerliche Küche und eine hervorragende Käseauswahl. Der Service ist superaufmerksam. Wäre das Lokal nur etwas netter gelegen, wäre es bestimmt ein Renner.
Modern interpretierte Küche in einem sehr schönen Salon: Ein Wiener Salon, Stubenbastei 10, 1. Bezirk. Wirklich feine Gerichte werden in diesem Ein-Raum-Lokal serviert. Auf einer Empore befindet sich die offene Küche, der klassische Salon wurde anscheinend erst vor kurzer Zeit sehr schön renoviert. Hier sollte man Zeit mitbringen, das Essen wird schön zelebriert und die Rezepte sind originell. Man sollte offen für Neues sein oder aber vorher Bescheid geben, was man nicht mag oder nicht verträgt.
Clubrestaurant mit guter Küche: Das Motto, Schönbrunner Str. 30, 5. Bezirk. Diese Bar / Restaurant / Club steht sicherlich nicht auf der Liste klassischer Restaurantester, ist aber kulinarisch keinesfalls zu verachten. Berühmt ist das Beef Tartar, die Steaks sind von hervorragender Qualität wie man das in Restaurants dieser Art leider nur sehr selten bekommt. Der Service ist sehr aufmerksam. Es ist natürlich laut, für einen beschaulichen Abend nicht das Richtige. Aber für einen gelungenen Start in den Abend oder die Nacht wirklich top.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Reisebericht Österreich: Baden bei Wien

Wenn man etwas länger in Wien zu Besuch ist, lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug in die 'Biedermeierstadt' Baden in Niederösterreich.
Mit dem Auto ist man nicht länger als eine halbe Stunde dorthin unterwegs. Etwas beschaulicher ist die Reise mit der 'Badener Bahn', einer Straßenbahn, die von der Oper in Wien bis nach Baden fährt. Der Ausblick während der Fahrt ist allerdings nicht durchwegs idyllisch, sondern eher durch Vorort- und Industriecharme geprägt.
Der Ort hatte schon in der Römerzeit Bedeutung aufgrund seiner Schwefelquellen. Im 15. Jahrhundert erlangte Baden Stadtrechte. Kaiser Franz I verbrachte im 18. Jahrhundert die Sommermonate in Baden und machte die Stadt zu seiner Sommerresidenz. Die heutige Architektur der Stadt ist durch Bauten im Stil des Biedermeier aus dem 19. Jahrhundert geprägt.
Auch heute noch ist Baden einer der bedeutendsten Kurorte in Österreich und verfügt über eine großzügig angelegte Therme. Beginnen sollte man seine Besichtigungstour in der schönen Altstadt. Am Hauptplatz mit der Dreifaltigkeitssäule in der Mitte kann man gut bei einem Café das Treiben in der Innenstadt beobachten. Dort ist zwar Betrieb, aber es ist im Vergleich zur Großstadt Wien trotzdem angenehm ruhig. Sehr sehenswert ist zudem das Rosarium. Hier gibt es auf einem großen Freigelände eine Vielzahl von Rosenarten zu bewundern, zu den Rosentagen im Mai/Juni besichtigen alleine deshalb tausende Rosenfreunde aus aller Welt die Stadt.
Sehenswert sind zudem das Casino und der Kurpark (Bild). Der Kurpark zieht sich entgegen dem, was man gemeinhin von einem Kurpark erwarten würde, steil den Berg hinauf und ist im oberen Teil wesentlich wilder als um das Casino herum. Hier kann man einige Stunden spazieren, ohne dass es langweilig wird und dabei den herrlichen Ausblick auf die Stadt geniessen.

Montag, 7. September 2009

Reisebericht Wien: Asiatische Restaurants

In Wien gibt es eine Vielzahl asiatischer Restaurants mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten was die Küche betrifft. Da unterscheidet sich Wien nicht wesentlich von anderen Großstädten. Wie woanders auch, gibt es viele einfache China-Restaurants in denen alles recht ähnlich schmeckt und eine Reihe von Japanern, die vorrangig Sushi anbieten. So z.B. die einfache Kette Akakiko.
Es gibt aber auch wirklich individuelle Asia-Restaurants in Wien, die besonders sind und besonders kochen und die man eben nicht woanders auch so ähnlich findet. Hier eine subjektive Auswahl:

Benkei, Ungargasse 6 im 3. Bezirk
Das japanische Restaurant Benkei ist wirklich besonders. Man fühlt sich sofort nach Japan versetzt, das Restaurant ist eine komplett andere Welt und die eher häßliche Umgebung von Ungargasse und Landstraße ist schnell vergessen. Es wurde quasi ein japanisches Haus in das Erdgeschoss gezimmert. Es gibt eine Sushi-Bar und einen Restaurant-Raum mit japanischen und europäischen Tischen.
Die Getränke werden an einer Art Küchenzeile zubereitet, alles wirkt überhaupt sehr familiär und angenehm ruhig. Die Köchin kommt gerne raus, und erzählt auf Englisch etwas zu den Gerichten. Sushi und Sashimi sind von ganz hervorragender Qualität. Man sollte aber ruhig auch andere Spezialitäten probieren, denn die japanische Küche hat weitaus mehr zu bieten. Interessant sind auch die anderen Spezialitäten, z.B. der frische Spinat oder auch etwas Tapas-ähnliche Garnellentaschen mit einer würzigen Soja-Ingwersauce (Satsuma Age). Lecker auch ein selbst gemachtes Eis mit grünem Tee, welches mit pulverisiertem Tee zubereitet wird. Dies gibt es aber wohl nicht immer.

Goldene Zeiten, Dr. Karl Lueger Platz 5, 1. Bezirk
Das Restaurant Goldene Zeiten kann man sicher als den Top-Chinesen in Wien bezeichnen. Mit der eingangs beschriebenen 'China-Taxi-Küche' hat dieses Restaurant nichts zu tun, das ist ein komplett anders Niveau. Auch preislich allerdings, dessen muss man sich bewußt sein, wenn man dort hin geht. Selten so guten Thunfisch gegessen, sowohl ganz roh, als auch leicht angebraten. Die Räumlichkeiten sind grandios, hohe Räume und liebevoll modern und doch gemütlich dekoriert. Die Chefin dirigiert das Personal, bestimmend aber gastfreundlich, der Chef arbeitet in der Küche und kreiert wirklich tolle Gerichte.

Indochine 21, Stubenring 18, 1. Bezirk
Das Indochine ist ein Highlight, wenn man asiatische dominierte Fusion Küche sucht. Bzw. ausprobieren möchte. Hier werden wirklich eigenwillige Kreationen und Kombinationen angeboten, aber durchweg in sehr guter Qualität zubereitet. Unbedingt testen, am besten bei einem Mittagsmenü. Diese kosten pro Gang EUR 9,-, was für dieses tolle Restaurant wirklich günstig ist. Die Gänge sind zudem einzeln bestellbar.

YOHM, Petersplatz 3, 1. Bezirk
Das YOHM ist organisatorisch unter dem gleichen Dach wie das Indochine aufgehängt und bietet kulinarisch eine Reise durch verschiedene Länder und Regionen Asiens an, also eine Art asiatische Metropolenküche. Sehr gut zubereitet, in ähnlicher Qualität wie im Indochine, auch preislich gehobenes Niveau. Dazu gibt es eine erlesene, österreichisch dominierte Weinauswahl, zu den Menüs empfiehlt sich die Weinbegleitung. Zugleich auch ein Platz in der Innenstadt nach dem Motto 'sehen und gesehen werden'.

Kim kocht, Lustkandlgasse 4-6, 9. Bezirk
Kim kocht ist für viele der Lieblings- und Topasiate in Wien, und das völlig zurecht. Die Küche ist wirklich kreativ und wird von Kim mit höchstem Qualitätsanspruch an Zutaten und Zubereitung gemanagt. Das Restaurant ist nur Dienstag bis Freitag geöffnet, mehr Tage die Woche wäre der Perfektionsanspruch wahrscheinlich auch kaum durchzuhalten. Denn das Restaurant ist trotz des großen Erfolgs persönlich geblieben. Abends muß man oft lange vorher reservieren, mittags kann man nicht reservieren aber auch die etwas einfacheren Gerichte die es als vergleichsweise sehr günstiges Mittagsmenü gibt, sind sehr zu empfehlen!

Montag, 31. August 2009

Reisebericht Wien: Kaffeehäuser

Wien ist für viele Dinge berühmt. Eine Berühmtheit sind seine Kaffeehäuser. Und das nicht ohne Grund. Man könnte meinen, diese seien inzwischen alle zu Touristenfallen mutiert. Aber dem ist nicht so. Klar, einige liegen so sehr auf den einschlägigigen Touristenrouten, dass deren Anteil recht hoch ist. Aber selbst solche Kaffeehäuser werden auch immer noch auch von Einheimischen aufgesucht. Und wenn man selbst als Besucher der Stadt da ist, muß man eben auch damit rechnen, dass noch andere auch dort sind. Hier eine kleine Auswahl:

Café Sperl, Gumpendorfer Str. 11, 6. Bezirk. Das Sperl ist unbedingt einen Besuch wert. Das Kaffeehaus gibt es seit 1880 und über Generationen hinweg wurde das Flair (und die Patina) gepflegt. Die Einrichtung wurde nur äußerst behutsam saniert, in der Atmosphäre fühlt man sich so sofort einige Zeit zurück versetzt. Immer noch nutzen viele Wiener das Café als erweitertes Wohnzimmer, wenn auch die Preise schon die touristische Attraktiviät reflektieren.

Café Schwarzenberg, wie der Name schon sagt am Schwarzenbergplatz am Ring gelegen (1. Bezirk). Von der Einrichtung her sicherlich ein Klassiker unter den Wiener Kaffeehäusern. Die Kellner leicht grantig, wie der Wiener sagt, am Nachmittag und Abend teilweise mit musikalischer Untermalung. Hier versucht man, einer Tradition gerecht zu werden. Aber sehr belebt und toll von der Einrichtung, deshalb auf jeden Fall einen Besuch wert.

Café Weimar, Währinger Straße 68 im 9. Bezirk, Nahe bei der Volksoper. Dieses ebenfalls traditionelle Café unterscheidet sich von der Atmosphäre deutlich vom Schwarzenberg. Alles ist wesentlich ruhiger und entspannter. Das mag unmittelbar vor eine großen Aufführung an der Volksoper anders sein. Die Kellner sind sehr freundlich, es gibt sehr gepflegte Speisen. Im übrigen ist es ein Irrglaube, daß Kaffeehäuser nur für Café und Mehlspeisen da sind. In den meisten kann man gut frühstücken, und herzhaft zu Mittag oder zu Abend essen. Guten Café gibt es natürlich trotzdem.

Café Korb, Brandstätte 9 Ecke Tuchlauben im 1. Bezirk. Bei milden Temparaturen draußen ein sehr schöner Platz, um das Treiben in der Innenstadt zu beobachten. Es liegt auf jeden Fall an einer der Hauptrouten der Fiaker. Drinnen eher unspektakulär, von schlichtem Charme. Von den Mehlspeisen sehr zu empfehlen ist hier der Scheiterhaufen. Der Boden wird aus alten Semmeln gemacht, in der Mitte befinden sich feine Apfelscheiben und Rosinen und oben wiederum Semmelscheiben, die mit Hilfe von Eiern ganz fest gebacken werden. Das ganze wird auf einem Teller mit etwas Himbeersirup angerichtet. Eine wirklich eigenwillige Wiener Spezialität.

Café Landtmann, Dr. Karl Lueger-Ring 4 im 1. Bezirk, am Ring direkt neben dem Burgtheater. Das Landtmann ist eine Institution seit Generationen und ist immer noch fest in der Hand der Repräsentanten von Wirtschaft und Politik. Morgens gleich herrscht hier reger Betrieb, Wichtige und Wichtigtuer nehmen ihr Frühstück ein und besprechen sich dabei.
Wirklich legendär sind die Kellner. Hier sind sie wirklich grantig. Aber flott und professionell, und auf ihre Art schon wieder eine angenehme Mischung. Das Essen hat solide Qualität. Am besten reservieren.

Café Dommayer, Dommayergasse 1 / Ecke Auhofstraße, 13. Bezirk. Das Café Dommayer liegt etwas außerhalb, zwar nicht allzu weit vom Schloß Schönbrunn aber doch deutlich abseits der üblichen Touristenpfade. Das Innere ist vorsichtig restauriert, Kronleuchter und dunkelrote Plüschpolster sorgen für einen gediegenen Charme. Inzwischen gehört das Café mit in die Gruppe der Kurkonditorei Oberlaa, eine Art Minikette von Konditoreien. Das tut der guten Qualität der Speisen und Getränke jedoch keinen Abbruch.

Café Prückel, Stubenring 24 (Luegerplatz), 1. Bezirk. Das Prückel ist ein traditionelles Ringstraßencafé, welches auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken kann. Das Kaffeehaus noch immer ein sehr beliebter Treffpunkt, ohne Reservierung ist teilweise kaum ein Platz zu ergattern, schon gar nicht im Sommer auf der Terrasse. Einrichtung und Kellner haben eine ordentliche Patina, man hat auch hier das Gefühl, dass die Zeit für einige Jahrzehnte stehen geblieben ist. Etwas charmebefreit ist hingegen der Nichtraucherbereich. Übrigens nicht der einzige Fall, in dem das so ist. Nichtraucher werden in der Wiener Gastronomie so teilweise auf subtile Art diskriminiert.