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Mittwoch, 3. Februar 2010

Hotels in Berlin

In Berlin gibt es (inzwischen) eine Vielzahl von Hotels mit einem guten Standard und vielfach auch mit einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis. Der Wettbewerb sorgt auch im gehobenen Segment für durchaus faire Angebote. Aufgrund der hohen Bandbreite ist es kaum möglich, einen vollständigen Überblick über den Markt zu geben. Und auch die Bewertungsplattformen a la Tripadvisor helfen da nicht wirklich weiter, weil völlig unterschiedliche Hotelkategorien von Leuten mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen bewertet werden. Was da raus kommt ist nur ein 'Beurteilungsbrei', der vielleicht hilft, ganz große Katastrophen zu vermeiden, aber nicht ein besonders tolles Hotel oder eines mit wirklich gutem Preis-/Leistungsverhältnis zu finden. Deshalb hier eine kleine und natürlich subjektive Auswahl:

Motel One am Alexanderplatz, Dircksenstrasse 36, 10179 Berlin. Die Hotelkette Motel ist kräftig am expandieren, so gibt es in vielen Großstädten und auch in Berlin bereits mehrere Häuser. Die Expansion hat ihren Grund, das Konzept ist nämlich äußerst erfolgreich. Man könnte es als 'Budget Design Hotel' umschreiben. Es gibt nicht viel Service, d.h. keine Minibar, keinen Room Service und man muß rechtzeitig auf den Beinen sein, wenn man sein Zimmer gesäubert bekommen möchte. Essen, Getränke und Frühstück gibt es in der großzügigen Lobby die dadurch ein Treffpunkt mit freundlicher, lebendiger Atmosphäre ist. Das Haus am Alexanderplatz ist etwas teurer als die anderen Berliner Motel Ones, dafür aber super gelegen. Am besten ein Zimmer nach hinten raus verlangen, sonst ist man recht nah an der Bahnstrecke (u.U. auf Augenhöhe). Ohne Frühstück kommt man i.d.R. unter EUR 70,- unter.

Ku'Damm 101, Kurfürstendamm 101, 10711 Berlin. Wer eher in den westlichen Berlin Bezirken unterwegs ist und auch Hotels im moderneren Stil bevorzugt, ist mit dem Ku'Damm 101 ganz gut bedient. Die Zimmer und Räumlichkeiten sind sehr minimalistisch gestylt, allerdings ist nicht mehr alles ganz funkelnagelneu und das sieht man auch. Das Preissystem ist etwas undurchsichtig, man sollte zusehen, dass man zumindest außerhalb von Messezeiten nicht deutlich über EUR 100,.- pro Zimmer/Nacht bezahlt.

Leonardo Royal Hotel, Otto-Braun-Straße 90, 10249 Berlin. Das Leonardo Royal wurde erst 2009 eröffnet und ist daher auch noch in bestem Zustand. Das Hotel befindet sich in einem sozialistischen Prachtbau, was dem ganzen eine tolle Atmosphäre gibt. Die Lage ist gut, wenn man vorrangig im Prenzlauer Berg oder in Friedrichshain unterwegs ist. Toll auch der Volkspark Friedrichshain direkt vor der Haustür. Etwas umständlicher ist von hier aus schon die Fahrt in die westlichen Bezirke mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Auto. Der Service ist recht beflissen, das Preissystem undurchsichtig. Der angebliche Preisvorteil bei eine nicht-stornierbaren Buchung ist nicht immer gegeben, manchmal ist kurzfristig noch günstiger flexibel zu buchen. Preislich liegen die Zimmer i.d.R. um EUR 100,-, schön sind die etwas größeren Deluxe-Zimmer.

NH Berlin Mitte, Leipziger Str. 106 - 111, 10117 Berlin. Die spanische Kette NH Hoteles hat zumindest teilweise sehr schön gemachte, schlichte Häuser. So eines ist auch das Hotel in Mitte, unmittelbar in der Nähe von Potsdamer Platz und Friedrichstraße. Die Zimmer sind nicht riesig, aber hochwertig und modern eingerichtet, wie auch die anderen Bereiche des Hotels. Die Küche ist übrigens hier wirklich empfehlenswert. Jenseits von Stoßzeiten kommt man für ca. EUR 100,- bis EUR 150,- pro Zimmer/Nacht unter, mit Frühstück etwas darüber.

Radisson Blu Hotel, Karl-Liebknecht-Str. 3, 10178 Berlin. Das Radisson liegt sehr zentral in Mitte, in Laufweite von Alexanderplatz, dem Hackeschen Markt und der Museumsinsel. Aus touristischer Perspektive also eine sehr gute Lage. Das Frühstück ist wirklich gut, die Zimmer modern, jedoch merkt man hier, dass der Neubau nun auch schon einige Jahr zurück liegt. Aner insgesamt immer noch ein tolles Hotel, in dem man i.d.R. für EUR 150,- bis EUR 200,- pro Zimmer und Nacht unterkommt.

The Mandala Hotel
, Potsdamer Str. 3, 10785 Berlin. Das Mandala ist eine bessere Kategorie im Vergleich zu den vorgenannten Hotels. Die kleinste Zimmerkategorie ist das Studio mit 40 qm, dazu gibt es eine Vielzahl geräumigerer Varianten. Die Zimmer und Suiten haben kleine Pantry-Küchen und sind so auch auf Langzeitgäste ausgelegt. Hervorragend ist übrigens auch das Restaurant Facil im Haus, wo auch das sehr leckere Frühstück serviert wird. Woanders wohnen und im Mandala frühstücken kann auch eine schlaue Variante sein, dann in jedem Fall vorher reservieren. Preislich geht es hier kurz unter EUR 200,- los, man sollte sich hier eine Suite gönnen.

Wie gesagt, dies ist nur ein kleine Ausschnitt. Aufpassen sollte man bei jenen Berliner Hotels, deren letzte Renovierung schon länger her ist. Hier hängt oft das Preis-/Leistungsverhältnis schief, z.B. beim Hilton am Gendarmenmarkt. Preislich häufig auf dem Niveau des Mandala, sind doch die Standards der Zimmer und die Qualität des Frühstücks Lichtjahre davon entfernt. Und davon gibt es sicher noch einige Beispiele mehr.

Montag, 25. Januar 2010

Fly & Ski von Wien nach Innsbruck

Für die Skisaison 2009/2010 gibt es ein Angebot, welches zunächst ökologisch etwas fragwürdig klingt: Man fliegt morgens von Wien nach Innsbruck, fährt dort den Tag über Ski und fliegt abends wieder zurück. Der Tag ist dabei gut durchorganisiert: nach der Landung in Innsbruck geht es direkt weiter mit dem Bus ins nahe gelegene Skigebiet Axamer Lizum. Im Bus bekommt man einen Tagesskipass, der quasi auch die Rückfahrkarte ist. An der Talstation bekommt man bei einem Skiverleih die Ausrüstung und es kann losgehen. Abends um 17h fährt der Bus wieder zurück zum Flughafen. Alles komplett zum Preis von EUR 99,-, weitere Infos: Fly & Ski.
Wenn man das mitmacht, sieht man, warum das Angebot günstig und auch nicht ganz so fragwürdig ist. Hier werden einfach Kapazitäten ausgelastet. Im 'Test' waren ca. 5 andere zahlende Gäste im 100-Sitze Flugzeug von Tyrolian/AUA und 40 Leute in Skiklamotten. Da wundert man sich über den Preis und die wirtschaftliche Lage der genannten Fluggesellschaften nicht mehr allzu sehr ...
Das Skigebiet Axamer Lizum scheint auch nicht chronisch überfüllt zu sein. Für Profis sicherlich etwas klein, für nicht allzu fortgeschrittene Fahrer aber völlig in Ordnung. Insofern ein attraktives Angebot für alle Beteiligten. Und wie gesagt: prima organisiert. Auch mit der großen Gruppe ging es trotzdem schnell auf die Piste, keine langen Wartezeiten. Der Tag ist natürlich anstrengend, aber ein tolles Erlebnis!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Reisebericht Österreich: Klagenfurt

Die Hauptstadt von Kärnten ist auf jeden Fall eine Reise wert, auch im Winter. Wenn die Innenstadt weihnachtlich geschmückt ist, wirken die alten Fassaden umso schöner.
Die Geschichte der Stadt geht bis ins 12. Jahrhundert zurück und mit fast 100.000 Einwohnern ist Klagenfurt die größte Stadt des österreichischen Bundeslands. Klagenfurt liegt am Wörthersee, der allerdings ein gutes Stück von der Innenstadt entfernt ist. Möchte man am Ufer flanieren und gleich danach shoppen muß man daher fahren oder eine gute halbe Stunde zu Fuß gehen. Sehenswerte Bauwerke sind der Dom und das Landhaus, aber auch die normalen Häuser sind sehr schön hergerichtet.
Klagenfurt ist auch sozusagen ein touristischer Brückenkopf. Von hier aus kommt man zum einen natürlich schnell an den Wörthersee, z.B. nach Velden. Zum anderen kann man schöne Ausflüge in die Berge drum herum unternehmen. Selbst direkt von der Stadt aus kann man schöne Wanderungen in die umliegenden Wälder unternehmen.
Klagenfurt ist gut mit dem Auto oder dem Zug erreichbar und verfügt zudem über einen kleinen Flughafen, der auch von Billigfliegern und Ferienfliegern angesteuert wird. Hotels gibt es zahlreich in Klagenfurt, recht populär unter Österreichern ist der Sandwirth, mitten in der Stadt in der Pernhartgasse gelegen. Das Hotel hat den Anspruch, auch ein Treffpunkt für das Geschäftsleben in der Stadt zu sein. Die Zimmer haben einen guten Standard, man sollte allerdings darauf achten, eines der neu renovierten Zimmer zu bekommen, wenn man sich etwas abgegriffene Möbel und Teppichböden ersparen möchte. Service und Organisation werden dem eigenen Anspruch hingegen nicht gerecht. Mit einer Vollzeitkraft und einem Lehrling eine nicht ganz überraschend anwesende 60-köpfige italienische Reisegruppe zu umsorgen ist dann doch etwas ehrgeizig. Und in der Bar hat der Service recht viel mit sich selbst zu tun und läßt sich dabei auch nur ungern durch Gäste stören. Das mag eine Momentaufnahme sein, dürfte aber trotzdem nicht passieren.
Eine solide, modern interpretierte Küche gibt es im PurPur Restaurant, St. Veiter Ring 43. Von außen über die Straße hinweg betrachtet sieht das Lokal wie eine etwas schräge Bar mit dem letzten Sanierungsdatum in den 80er-Jahren aus. Näher betrachtet wirkt es allerdings viel besser und drinnen ist es regelrecht gemütlich und es schmeckt!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Reisebericht Südafrika: Safari KwaZulu-Natal

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Wenn man einen Urlaub in Südafrika verbringt, sollte man unbedingt eine Safari einplanen. Diese kann man in verschiedensten Gebieten und in unterschiedlichsten Formen unternehmen. Die ursprünglichste Variante, in der übrigens auch die meisten Südafrikaner ihre Safaris machen, ist das Zelten in freier Wildbahn. Am anderen Ende der Skala stehen die Safaris in den privaten Naturparks, den sogenannten Game Reserves. Davon soll hier die Rede sein.
Etwa eine Stunde vom kleinen Ort (und Flugfeld) Mkuze entfernt befindet sich die Phinda Private Game Reserve. Das Gebiet mit mehreren Lodges gehört zur &Beyond-Gruppe, die sich auf eine Art ökologisch korrekten Luxustourismus spezialisiert hat. Dahinter steht u.a. die wohlhabende Getty-Familie, die auch ein Anwesen auf dem Gelände hat.
Phinda ist gebietsmäßig zusammengeschlossen mit angrenzenden Parks, die so für die Gäste ebenfalls zugänglich sind. Das Gebiet wurde umfassend renaturiert und die Wildtiere wieder angesiedelt. Um den Park herum zieht sich ein Elektrozaun, zum einen um die Tiere im Park zu halten aber natürlich auch um die Dörfer drum herum vor Besuchen durch Raubtiere zu schützen. Nur Leoparden lassen sich wohl auch von den Zäunen nicht abhalten bzw. springen darüber. Die Natur hat sich dort also nicht seit Jahrtausenden so entwickelt, sondern es wurde durchaus beherzt eingegriffen. Die letzten ursprünglich dort lebenden Löwen wurden vor über 80 Jahren erschossen und in der Zwischenzeit dominierten Ananasfarmen das Landschaftsbild. Also ein Renaturierungsprojekt, wobei z.B. auch der Löwen-Nachwuchs medizinisch reguliert wird. Vorteil für den Besucher ist, dass die Big Five nicht lange auf sich warten lassen. Von den Lodges starten die Ausfahrten einmal ganz früh und einmal am Nachmittag. Die Fahrzeuge sind besetzt mit einem Range und einem Tracker. Der Ranger fährt, moderiert und funkt und der Tracker sucht Spuren. Die Ranger halten sich über Funk auf dem laufenden. So kommt man leicht zu den richtigen Stellen, um Löwen, Gepharde (oben), Elefanten, Nashörner und Nilpferde zu beobachten. Giraffen, Zebras und unterschiedliche Antilopenarten sind ohnehin zahlreich vertreten.
Die Tiere sind offensichtlich an Gäste und Autos gewöhnt und gut ernährt, so daß die Ranger wirklich nah auch an Löwen heran fahren. Wo es Sinn macht, steigt man auch und verfolgt Fährten zu Fuß. Hierbei wird jedoch zu äußerster Disziplin gemahnt und Tracker und Ranger sind sehr wachsam. Die Ranger wissen unglaublich viel über die Natur, die hier neben spektakulärem Großwild noch viel mehr zu bieten hat, z.B. eine äußerst vielfältige Vogelwelt.
Die Lodges sind sehr fein ausgestattet (unten ein Blick von der Terrasse der Mountain Lodge). Man wohnt in kleinen Häusern mit edler Ausstattung, großen Terrassen und einem kleinen Tauchbecken.
Man bucht quasi ein All-Inclusive-Paket, d.h. Essen, Getränke, Minibar etc. sind im üppigen Gesamtpreis inkludiert (außer bessere Weine und bestimmte Spirituosen). In der Küche werden regionale Akzente gesetzt, z.B. mit Antilopenfleisch, die Qualität ist etwas gemischt. Wobei das auch an den europäischen Geschmacksnerven liegen kann.
Insgesamt wirklich sehr empfehlenswert. Schon nach wenigen Ausfahrten hat man einen guten Überblick, falls man nicht Zeit und Geld für einen wochenlangen Aufenthalt dort hat. Und der Vorteil des etwas elitären Ansatzes ist, daß das Gebiet nicht überlaufen ist und Menschen und Tiere dort friedlich und ruhig zusammen leben.