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Samstag, 23. Februar 2008

Bericht aus Madrid

Madrid ist eine der interessantesten Städte Europas. In kaum einer Metropole hat sich in den letzten Jahren so viel verändert. Zwar gibt es eine sehr umfassende historische Bausubstanz (im Bild der Plaza Mayor), aber auch viel moderne Architektur, die den Wandel der Stadt untermalt. Hinzu kommt eine sehr lebendige Kulturszene und ein dynamisches Nachtleben.



Ein absolutes Muß für jeden mit wenigstens etwas Interesse an Kunst ist das Museo Nacional del Prado, kurz Prado genannt. Hier hängt ein berühmtes Meisterwerk neben dem anderen, der Schwerpunkt der Sammlung liegt im 16./17. Jahrhundert aber auch eine Vielzahl älterer und neuerer (nicht jedoch moderner) Werke sind zu besichtigen. Ein Highlight sind auf jeden Fall die Bilder von Velázquez.



Das assoziiert auch gleich eine Hotelempfehlung: sehr hübsch und zentral gelegen ist das Hotel Meninas, Campomanes 7, 28013 Madrid, http://www.hotelmeninas.es/. Ein sauberes 4-Sterne-Hotel in einem sehr stilvoll restaurierten Gebäude (siehe Bild vom Treppenhaus). Von hier aus kann man bequem zu Fuss die meisten Sehenswürdigkeiten erkunden, Oper und Palast befinden sich direkt um die Ecke. Es empfiehlt sich online zu buchen und die Preise zu checken, in unserem Fall waren sie kurz vor Antritt der Reise noch einmal wesentlich günstiger, was eine Stornierung und Neubuchung sehr lohnenswert machte.

Für Liebhaber moderner(er) Kunst ist schräg gegenüber des Prado die Sammlung Thyssen sicherlich ein Highlight (http://www.museothyssen.org/). Hier gibt es interessante Sonderausstellungen, z.B. im letzten Jahr mit ausgewählten Meisterwerken von Van Gogh, für März bis Mai 2008 ist eine Ausstellung von Werken von Otto Dix geplant.


Auch kulinarisch hat Madrid einiges zu bieten. Zahlreiche Metzger bieten Schinken in allen Variationen an. Besonders hochwertig ist der dunkle Schinken von Schweinen, die mit Eicheln ernährt wurden, der jamon iberico. In der kargen Landschaft des Umlandes von Madrid werden die Schweine hierfür gezüchtet. Der edle Schinken hat allerdings auch seinen Preis.


Die Innenstadt erkundigt man am besten zu Fuß, hilfreich ist es aber sich Tageskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Ein schöner Park ist beispielsweise der Retiro mit einem Kristallpalast, einer filigranen Glas-/Eisenkonstruktion (im Bild) und einem künstlich angelegten See. Hier entspannen sich die Madrilenen oder schlendern auf und ab.

Auch die königlichen Gärten sind einen Besuch wert. Vom Parque del Oeste aus kann man mit einer Gondelbahn über das Tal des Rio Manzanares in den großen königlichen Jagdpark fahren. Sehenswert sind auch die königlichen Paläste von innen.
Zum Shopping läd in Madrid ebenfalls an vielen Stellen ein. Viel Betrieb ist an der Gran Via, wo auch zahlreiche alte Kinos zu finden sind. Hochwertigere Kleidung und insbesondere auch Schuhe gibt es an der Calle de Serrano un deren Seitenstraßen im Viertel Salamanca. Parallel dazu verläuft der Paseo de Castellana, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt, die man sich jedoch auch anschauen sollte.












Freitag, 11. Januar 2008

Bericht aus Budapest (II)

Neben der Architektur, die teilweise and Wien erinnert, ist die ausgeprägte Kaffeehauskultur eine weitere Parallele zur österreichischen Landeshauptstadt. Hervorzuheben ist das Kaffeehaus Gerbeaud am Vörösmarty ter, einem großen zentralen Platz. Aufgrund des gehobenen Preisniveaus vor allem von Touristen frequentiert, gibt es dort eine hervorragende Auswahl von Köstlichkeiten.


Die Prachtstraße von Budapest ist die Andrássy út, eine Flaniermeile die Ende des 19. Jahrhunderts im Vorfeld der 1000-Jahr-Feier 1896 geschaffen wurde. Hier finden sich heute noch die noblen Geschäfte der Stadt, aber auch viele nette Cafés und Restaurants an den kleinen Plätzen, die seitlich von der Straße abgehen. Hierfür sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einplanen und von der Innenstadt ab dem Deák ter bis hinaus ins Stadtwäldchen laufen.


Nicht zu vergessen ist natürlich die ausgeprägte Bäderkultur und Bäderarchitektur der Stadt. Spektakulär ist beispielsweise das Széchenyi Bad oder das berühmte Gellért Bad.


Insgesamt sollte man für den Besuch der Stadt mindestens ein Wochenende einplanen, besser noch ein langes. Es ist spannend zu beobachten, was sich alles in Budapest tut, sowohl baulich als auch von der Szene her, die sich ständig wandelt.



Bericht aus Budapest



In Budapest kann man eine faszinierende Kombination aus altem Prunk aus Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie, Relikten aus der Ostblock-Zeit und modernem Stadtleben kennen lernen. Weniger überlaufen und authentischer als die Innenstadt von Prag, aber dennoch eine pulsierende Metropole. Am wenigsten beschwerlich ist die Anreise mit dem Flugzeug, wenn man etwas mehr Zeit mit bringt: die Zuganbindung von Deutschland aus ist auch nicht schlecht.


Einen guten ersten Überblick kann man sich durch eine kleine Rundfahrt auf der Donau mit einem der zahlreichen Ausflugsschiffe verschaffen. Von der Streckenführung nicht besonders spektakulär, die kleine Tour führt einmal ein Stück flußabwärts und wieder zurück, bekommt man so doch etwas Hintergrund zu den Sehenswürdigkeiten und kann alles etwas besser einordnen.


Ein Muß bei jeder Sightseeing Tour ist das Burgviertel. Tagsüber sehr belebt, ist es abends erstaunlich ruhig und beschaulich, ein komplett unterschiedliches Erlebnis. Zentraler Anlaufpunkt im Burgviertel ist die Matthiaskirche. In diesem geschichtstächtigen Gotteshaus wurde unter anderem Sisi gekrönt. Sehenswert ist natürlich auch der Burgpalast, aber auch das architektonisch umstrittene Hilton-Hotel, welches mit seinen bronzenen Scheiben eine Art noblen Ostblock-Charme ausstrahlt. Vom Burgpalast kann man mit einer kleinen Seilbahn wieder runter an das Flußufer der Donau fahren. Früher wurden damit die Beamten in den Palast transportiert.
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Das Stadtzentrum lädt zum Bummeln ein, zahlreiche Straßencafés zum Entspannen. Genauer anschauen sollte man sich unbedingt das riesige Parlamentsgebäude (siehe Bild). Von 1885 bis 1902 erbaut war es zu jener Zeit eines der größten Gebäude der Welt. Eine riesige Investition, zu vergleichen mit den Baukosten einer Kleinstadt ist es heute noch eines der Wahrzeichen der Stadt.

Dienstag, 1. Januar 2008

Bericht aus Rom






Daß Rom immer eine Reise wert ist, ist keine große Neuigkeit. Allerdings ist Rom als Reiseziel zu bestimmten Zeiten besonders beliebt, besonders natürlich im Frühjahr und Sommer, aber auch zum Jahreswechsel, zu Sylvester. Für Sylvesterflüchtlinge ist es allerdings nichts, denn auch dort wird geböllert und mit Raketen durch die Straßen geschossen. Insgesamt vielleicht etwas weniger als in den großen Städten in Deutschland, an sich aber kulturell durchaus vergleichbar.

Andererseits ist der Winter keine schlechte Jahreszeit, um Rom zu besuchen. Trockenes Wetter vorausgesetzt ist es oft von den Temperaturen angenehm, besonders weil es ja im Sommer vom Klima her nur dort nur schlecht auszuhalten ist. Auch das Licht ist im Winter reizvoll, wenn man Sightseeing macht, z.B. das weltberühmte Kolosseum. Das riesige Amphitheater, 72 - 80 nach Chr. erbaut ist das Wahrzeichen der Stadt. Am Anfang verschafft man sich am besten auf einem der römischen Hügel einen Überblick über die Stadt. Ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr schon die Beine, da die Entfernungen doch recht groß ist und man im Laufe eines Tages u.U. ordentliche Strecken zurück legt.






Ein Muß ist natürlich auch der Trevi-Brunnen (siehe Bild), um den herum allerdings um den Jahreswechsel herum jede Menge los ist. Der Brunnen wurde 1732 bis 1762 erbaut und ist ein wirklich eindrucksvolles Kunstwerk, schon durch die imposante Größe von mehr als 20 Metern in Breite und Höhe.




Beliebter Treffpunkt für Touristen aus aller Herren Länder ist immer noch die spanische Treppe, die Spanish Steps wie der Amerikaner sagt. Die Treppe wurde um 1725 fertig gestellt und ist wahrscheinlich die bekannteste Treppe der Welt. Der Platz und die Treppe sind zu jeder Tages- und Nachtzeit gut besucht. Wer es etwas gepflegter mag, kann auch neben der Treppe gut (und sehr teuer) essen gehen (siehe Bild).


Am Vatikan wird natürlich auch Weihnachten gefeiert. Eine lebensgroße Krippe ist aufgebaut. Ob das Kunst oder Kitsch ist, muß sich jeder selbst beantworten :-)