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Freitag, 2. April 2010

Reisebericht Südafrika (II): Knysna

Für viele Reisende ist auf der Garden Route ein Aufenthalt an der Küste eine wichtige Station. Auch bei den Südafrikanern selbst sind inbesondere die Orte Knysna und Plettenberg Bay sehr beliebt. In der Saison sind die Orte wohl sehr überlaufen, wenn man außerhalb der St0ßzeiten dort ist, ist es recht ruhig. Sehr nett sind insbesondere die Strände, die nicht unmittelbar bei diesen beiden Orten liegen. Hier gibt tolle Sandstrände, die auch nicht überlaufen sind.
Plettenberg Bay selbst hat eine gewisse Historie als Badeort. Entsprechend gibt es schöne alte Villen, allerdings hat sich die Stadt inzwischen recht weit ausgebreitet. Traditionell das erste Haus am Platz ist das Hotel 'Plettenberg'. Allerdings ist hier zumindest am Hauptgebäude schon etwas der Lack ab. Aber eine geniale Aussicht. Auf der Terrasse kann man sehr nett einen Café trinken und auf das Meer und die Küste schauen.
Sehr beliebt bei den Südafrikanern ist der Ort Knysna. Hier gibt es ebenfalls eine größere touristische Infrastruktur. Die Stadt wirkt etwas zusammengewürfelt und hat auch keine wirkliche Struktur. Der innere Bereich besteht aus mehreren neueren und älteren Shopping Malls mit einem recht nichstsagenden Angebot. Touristischer Brennpunkt ist die Waterfront. Das gastronomische Angebot dort ist teilweise von mäßiger Qualität, wie es an solchen Orten leider häufig so ist. Ganz nett kann man auf der Halbinsel Thesen Island bei 34South Tapas aus verschiedenen Kontinenten essen. Thesen Island selbst ist eine Siedlung aus der Retorte mit Ferienhäusern und Alterswohnsitzen. Erinnert doch stark an die USA und wird von den Südafrikanern als große Errungenschaft gesehen. Als Europäer beschleichen einen jedoch leise Zweifel, wenn man das sieht. Ein ganz nettes Hotel auf Thesen Island ist 'The Lofts' (siehe Bild). Sauber und ordentlich und mit ganz schönen Zimmern. Für das Frühstück bekommt man einen Gutschein, den man bei den umliegenden Restaurants einlösen kann. Am besten macht man dies direkt um die Ecke im 'Ile de Pain'. Das ist eine Art Bäckerei / Konditorei / Café mit französischer Anmutung, aber von Österreichern betrieben. Auf jeden Fall schmeckt es klasse und das Café hat inzwischen einen guten Ruf im ganzen Land, wie es scheint. Auch wenn man nicht im 'Lofts' wohnt, sollte man hier mal vorbei schauen.

Donnerstag, 1. April 2010

Reisebericht Südafrika (II): Plettenberg Bay / Tsala Treetop Lodge

Wer auf der Suche nach ungewöhnlichen Orten und originellen Ideen ist, sollte auf der Garden Route kurz vor Plettenberg Bay einen Stop einlegen und in der Tsala Treetop Lodge übernachten oder zumindest zu Abend essen. Die Lodge ist in die Baumkronen hinein gebaut. Die einzelnen Suiten und Villas sind mit dem Haupthaus durch Holzstege verbunden.
Man wohnt also quasi in Baumhäusern, die allerdings mit allem Komfort ausgestattet sind: Terrasse, Plunge Pool und gemütlichen handgemachten Keramik-Holzöfen. So kann man wirklich wunderbar entspannen. Auch wenn Tsala räumlich nahe an den in der Saison sehr belebten Küstenorten liegt, wirkt es doch regelrecht abgeschieden. Das eigene Restaurant ist hervorragend. Nicht weit davon liegt ein weiteres Hotel des gleichen Betreibers (Hunters), in dessen Restaurant man ebenfalls gut essen kann.
Wenn man mehere Tage in der Lodge bleibt, bietet es sich an, selbst mit dem Auto die Umgebung zu erkunden. Plettenberg Bay und die anderen Küstenorte sind nicht weit entfernt. Es werden auch organisierte Ausflüge von der Lodge aus angeboten. Tsala selbst und das angrenzende Hotel sind großräumig umzäunt, man kann sich also nicht so einfach zu einem Walspaziergang aufmachen, wie man das aus Europa kennt. Oder man genießt einfach die Ruhe auf seinem Deck und beobachtet von dort aus die Fauna im Wald.

Dienstag, 30. März 2010

Reisebericht Südafrika (II): Swellendamm

Wenn man von Kapstadt aus eine Reise entlang der Garden Route plant, stellt sich die Frage, ob man auf dem Weg dort hin einen Stop macht oder durch fährt. Überhaupt gibt es keine ganz eindeutige Definition für Beginn und Ende der Garden Route. Viele Quellen nennen Mossel Bay als westliche Grenze, andere auch den Ort Swellendamm. Im Osten endet sie hinter Plettenberg Bay an den Tsitsikamma Bergen.

Sofern man etwas mehr Zeit für die Reise einplant, bietet sich ein Zwischenstop an. Nach Swellendamm fährt man von Kapstadt bzw. Stellenbosch aus knapp drei Stunden, wirklich keine anstrengende Reise. Swellendamm selbst hat als Ort nicht besonders viel zu bieten. Man bekommt aber ein ganz gutes Bild einer 'normalen Kleinstadt' in Südafrika. Eine (verhältnismäßig) alte Kirche, ein paar historische Siedlerhäuser und einige Supermärkte und Geschäfte mit ordentlich Betrieb drinnen und vor allem davor. Ansonsten passiert dort nicht besonders viel. Es gibt einige Restaurants und kleine Hotels bzw. Bed & Breakfast. Italienische Küche gibt es bei La Sosta, 145 Voortrek Street, d.h. die Hauptstraße etwas raus Richtung Kapstadt gelegen. Für europäische Verhältnisse ein eher durchschnittliches italienischen Restaurant. Gute Küche der Kap-Region gibt es im Koornlands, 5 Voortrek Street, zentral bei der Kirche gelegen. Wer vor afrikanischen Fleischarten (Strauß, Antilopen etc.) nicht zurück schreckt, wird hier bestens versorgt.
Eine tolle Übernachtungsmöglichkeit in Swellendam ist das Bloomestate. Ein holländisches Paar hat ein altes Bed- and Breakfast gekauft und aus dem Park und den Häusern ein modern gestyltes und sehr schönes Hideaway gemacht. Die Zimmer (Bild) sind nicht nur schlicht und schön eingerichtet, sondern wirklich jedes Detail wurde durchdacht, so wie es die Besitzer selbst gerne haben. Es gibt einen großzügigen Gemeinschaftsraum mit Bibliothek, hervorragendes Frühstück und einen sauberen Pool. Einziger kleiner Wermuttropfen sind die Geräusche der nicht allzu weit entfernten Landstraße. Ansonsten wirklich perfekt.

Wenn man Swellendamm nicht nur als Durchreisestation betrachtet, kann man von hier aus auch sehr gut Tagesausflüge machen. Zum einen in das Weingebiet um Robertson, welches noch lange nicht so überlaufen ist wie die Region um Stellenbosch.
Sehenswert ist auch die De Hoop Nature Reserve, ein Naturpark an der Küste, eine sehr schöne Dünenlandschaft und - abhängig von der Jahreszeit - ein gutes Gebiet um Wale zu beobachten.

Montag, 29. März 2010

Reisebericht Südafrika (II): Stellenbosch

Wenn man plant, die Garden Route entlang zu fahren, sollte man auf jeden Fall einen Stop in der Weinregion Nahe Kapstadt einplanen. Möglich ist natürlich auch ein Tagesausflug von Kapstadt aus. Stellenbosch und Umgebung selbst ist dabei allerdings nicht unbedingt die beste Empfehlung. Schöner wohnen, essen und trinken kann man in Franschhoek, wo man die französischen Wurzeln in Bezug auf die Gastlichkeit und das gute Essen noch merkt. Kein französischer Name, aber dennoch sehr nett: das Café 'Träumerei' direkt an der Hauptstrasse in Franschhoek.
Wine Tasting kann man in dieser Region natürlich an jeder Ecke machen, jede Winery hat ihre besondere Note. Sehr lohnenswert ist z.B. ein Ausflug zum Weingut Glen Carlou in der Nähe von Paarl. Das Weingut beherbergt nicht nur Fässer, sondern auch die Hess Art Collection. Das Weingut gehört einer Schweizer Familie, die auch die ausgestellten Kunstschätze zur Verfügung stellt. Das Tasting Room ist eher eine Art Panorama Restaurant. Man hat einen herrlichen Blick über die Weinberge und bekommt die Lagen der Weine gezeigt, die man gerade probiert. Für Kunst und Wein sollte man bei Glen Carlou daher etwas Zeit einplanen.
Wenn man in der Gegend übernachten möchte, sollte man das wohl am besten in Franchhoek tun, wo es zahlreiche Bed & Breakfast und Hotels gibt. Nicht empfehlenswert - auch wenn es zunächst nicht so schlecht aussieht - ist das Devon Valley Hotel Nahe Stellenbosch. Hier scheint man auf Familienfeiern und Großveranstaltungen spezialisiert zu sein, was sich im Service Level bemerkbar macht. Das Essen schmeckt mäßig, man sollte vermeiden, das Abendessen mitzubuchen. Die Hygiene ist auch nicht top, bei feuchtem Wetter gibt es jede Menge Krabbeltiere in den Zimmern, vor denen unzureichenderweise auch dann nur einmal am Tag gefegt wird. Also: besser etwas weiter fahren, überhaupt ist die Region Stellenbosch teilweise sehr überlaufen.