Mittwoch, 18. November 2009

Reisebericht Südafrika: Constantia und Stellenbosch

Von Kapstadt aus bietet sich ein Ausflug in die nahe gelegenen Weingebiete an. Landschaftlich und auch von der Architektur her fühlt man sich schnell an die Gegenden Napa und Sonoma Valley in Kalifornien erinnert. Besonders ist an Kapstadt, dass die Weingegend schon in der Stadt beginnt. Constantia ist nur einige Autominuten von der Innenstadt entfernt und bereits hier gibt es einige Weingüter zu besichtigen.
An der Constantia Wine Route liegt auch das Groot Constantia, ein prächtiges Weingut mit Verkostung und Shops und mehreren Restaurants. Auf einem Hügel liegt das Simons Restaurant, wo man schön essen und den heimischen Wein genießen kann.
Noch viel mehr Weingüter gibt es allerdings in der Umgebung von Stellenbosch. Auf dem Weg dorthin lohnt sich ein Stop bei Spier, auch international ein großer Name mit vielen prämierten Weinen. Auch die Stadt Stellenbosch selbst sollte man besichtigen. Eine nette kleine Universitätsstadt mieten in den Weinbergen. Fährt man weiter in Richtung Franschhoek, sollte man bei Boschendal Halt machen. Dieses Weingut gibt es bereits seit 1685 und man kann hier sehr gut eine Pause einlegen, spazieren, Wein verkosten und im Restaurant eine Kleinigkeit essen.
Der nächste sehr nette Ort ist Franschhoek, wie der Name vermuten läßt ein Städtchen mit französischen Wurzeln, die man ihm heute noch anmerkt. In netten Cafés gibt es französisches Gebäck, die Hauptstraße lädt zum Schlendern ein. Auch hier kann man natürlich neue Weine kennenlernen. Richtung Küste führt von Franschhoek aus eine sehr schöne Paßstraße, die man unbedingt fahren sollte. Der Paß ist ein sehr schöner Aussichtspunkt, von dem man weit über die Hügel und in die Ebene schauen kann.
Insgesamt ist das Weingebiet bei Kapstadt mindestens ein Tagesausflug. Wer sich sehr dafür interessiert und mehr kennenlernen möchte, sollte allerdings lieber mehrere Tage einplanen und vielleicht auch auf einem Weingut übernachten. Viele Weingüter bieten Zimmer und Gastronomie an, teilweise auf sehr gutem Niveau. Eine nette Abwechslung zum pulsierenden Leben in Kapstadt.

Donnerstag, 5. November 2009

Reisebericht Südafrika: Kapstadt

Der Reise-Blogger hat sich zur Abwechslung mal wieder zu einem etwas exotischeren Ziel aufgemacht und berichtet über Südafrika, heute über Kapstadt. In Kapstadt tut sich derzeit einiges, alles fiebert auf die WM 2010 zu. Um zumindest für den Laien sieht es auch so aus, als würde das meiste rechtzeitig fertig werden, inlusive des dafür nicht ganz unwichtigen Stadions.
Weiterer positiver Nebeneffekt ist die nach Aussagen von Einheimischen verbesserte Sicherheit in der Stadt. Schon jetzt ist eine starke Präsenz der Polizei zu sehen, tagsüber kann man sich zumindest in den inneren Bereichen der Stadt auch zu Fuß frei bewegen. Wenn es dunkel wird, sollte man allerdings besser mit dem Auto fahren. Für Kapstadt sollte man einige Tage einplanen. In der Stadt selbst gibt es einiges zu sehen bzw. auch einige Strände, an denen man die Sonne geniessen kann. Und auch als Ausgangspunkt für Ausflüge ist Kapstadt sehr geeignet. Am besten nimmt man sich aus diesem Grund einen Mietwagen, am besten und günstigsten schon von zuhause aus buchen. Die Stadt ist zudem recht großflächig und öffentliche Verkehrsmittel im europäischen Sinne gibt es eigentlich nicht. Die von den Einheimischen oft genutzten Sammeltaxis sind sehr voll (vorher fahren sie nicht los) und auch nicht so besonders sicher vor Taschendieben. Und sie fahren auf Routen, die für Außenstehende nur schwer zu durchschauen sind. Wer es ganz nach europäischen Standards im Urlaub mag, ist im Radisson Blu Hotel Waterfront gut aufgehoben (oben im Bild links hinter dem Stadion, Zimmer im anderen Bild). Das Essen ist gut, aber man kann z.B. auch wenige hundert Meter weiter rechts auf der Beach Road bei Wakame einen Sundowner trinken und hervorragend Sushi essen. Vom Radisson aus gibt einen kostenlosen Shuttle-Service zur Victoria & Alfred Waterfront. Die Waterfront ist eine Vergnügungs- und Shoppingcenter nach besten internationalen Standards. Hier wurden alte Lagerhallen sehr geschickt modernisiert und umgebaut. In den Malls findet man alle internationalen Ketten und fühlt sich spontan in die USA versetzt. Es gibt ein interessantes Aquarium mit Haien und vielen weiteren Fischen, die man vor der Küste Südafrikas findet. Außerdem legen hier die Ausflugsboote nach Robben Island ab, sozusagen das Alcatraz von Kapstadt auf dem Nelson Mandela lange gefangen gehalten wurde. Das ist zwar alles nett und hübsch (und sicher), hat allerdings mit dem 'wirklichen Kapstadt' nicht allzu viel zu tun. Die Verbindung zwischen alt und neu wird spannender, wenn man in die Innenstadt geht, in die Long Street mit ihren zahlreichen originellen Geschäften, Restaurants und Bars und dann noch in die Verlängerung, die Kloof Street. Hier ist eher die kreative und urbane Szene zuhause, ein völlig anderes Bild als an der Waterfront. Ein sehr empfehlenswertes Restaurant für Freunde der asiatischen Küche in dieser Gegend ist das Haiku, 58 Burg St (rechtzeitig reservieren). Zum Frühstück oder für einen Snack tagsüber (abends geschlossen) ist das Manna Epicure, 151 Kloof St die richtige Adresse. Hier gibt es wahnsinnig leckere Eierspeisen mit frischem selbstgebackenen Brot und hervorragenden Café und frische Säfte. Als Hotel in dieser Ecke ist das Hippo Boutique Hotel zum empfehlen (Bild).
Die Zimmer sind modern und großzügig gestaltet und haben Holzböden. Das Auto kann man bequem hinter dem Haus parken. Für den Ausflug an den Strand muß man nur einmal über den Hügel fahren und kommt so nach Camps Bay oder and die beliebten Strände Clifton I-IV (beliebt, weil windgeschützt). Caps Bay hat eine lange Uferpromenade mit einer ganzen Reihe von Cafés und Restaurants. Etwas dahinter und trotzdem mit Meerblick liegt das Restaurant Codfather, 37 The Drive. Hier gibt es keine Karte sondern man sucht sich seinen Fisch aus, der dann gebraten wird.
Über Camps Bay trohnt der Lios Head, ein Berg mit der dem Namen entsprechenden Form. Einfacher als diesen erreicht man den niedrigeren Gipfel des Signal Hill mit dem Auto, auch hier hat man einen guten Überblick. Bei gutem Wetter gehört natürlich ein Ausflug auf den Tafelberg mit dazu. Für hardgesottene als Wanderung (mit angemessener Kleidung) oder aber mit der Seilbahn, wenn man keinen kompletten Tagesausflug daraus machen möchte.

Dienstag, 3. November 2009

Reisebericht Österreich: Melk

Das Stift Melk ist ein beliebtes Ausflugziel für Wien-Touristen. Das Benediktinerkloster liegt imposant auf einem Hügel, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Landschaft entlang der Donau hat. Die Geschichte des Klosters geht bis in das 11. Jahrhundert zurück. Seit dieser Zeit wurde es allerdings oft umgestaltet und erweitert, freiwillig oder auch unfreiwillig nach einem verherrendem Feuer. Das Kloster in seiner heutigen Form ist im Barockstil erbaut. Die Länge seiner Hauptachse beträgt etwa 320 Meter.
Wenn man aus der kleinen Altstadt von Melk herauf blickt und dann hinauf wandert, wird einem noch einmal deutlich bewußt, wie riesig die Anlage ist. Für die Besichtigung des Klosters sollte man sich am besten einer Führung anschließen und vorher oder nachher noch durch den Klostergarten spazieren. Die Führung beginnt mit einem Rundgang durch das Museum, in welchem die Geschichte des Stifts Melk erläutert wird. Die Ausstellung ist modern aufbereitet und wirklich gut gemacht. Sie befindet sich im Gästetrakt des Klosters, der in früheren Zeiten häufig auch kaiserlichen Besuch beherbergte. Auch, weil es nicht viele Gebäude gab, die standesgemäß Raum für das gesamte Gefolge boten. Sehr interessant ist auch die Bibliothek, die sehr alte Handschriften und Bände beinhaltet. Zum Abschluss der Führung gelangt man in die prächtige Stiftskirche. Auch heute noch leben etwa 30 Mönche im Kloster, allerdings eine verschwindend geringe Zahl im Vergleich zu früheren Zeiten und zur Größe des Stifts. Ein Teil der Gebäude werden für eine Schule genutzt, an der teilweise auch die Mönche unterrichten. Wenn man es einrichten kann, ist eine Tour nach Melk oder ein Abstecher von der Reiseroute durchaus lohnenswert. Man sollte allerdings schon einige Stunden einplanen.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Reisebericht Österreich: Linz

Linz ist die Landeshauptstadt von Oberösterreich und außerdem auch europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2009. Das hat zur Folge, dass in diesem Jahr ein besonders umfangreiches kulturelles Programm geboten wird. Wobei insbesondere das Angebot an Museen für eine Stadt dieser Größe (etwa 190.000 Einwohner) ohnehin spektakulär ist. Zu nennen sind hier z.B. das Ars Electronica Center, in welchem interaktive Installationen im Mittelpunkt stehen, die einen Ausblick auf die Zukunft aus technisch gestalterischer Perspektive geben. Das Lentos Kunstmuseum wiederum ist eines der bedeutendsten zeitgenössischen Museen Österreichs. Es verfügt über einen beachtlichen eigenen Bestand, zum Teil noch aus der 'Neuen Galerie der Stadt Linz' als Vorgänger. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen dieses Repertoire.
Eigentlich ist Linz sehr stark industriell geprägt, man riecht es bereits wenn man sich der Stadt nähert. Das vergißt man allerdings leicht, wenn man durch die gepflegte Innenstadt schlendert und dort einkehrt, z.B. im Restaurant Herberstein. Das mit einer Gault Millau Haube ausgezeichnete Restaurant bietet eine modern interpretierte österreichische Küche in gepflegt-gemütlicher Atmosphäre. Allerdings merkt man (auch) hier, dass eine Haube kein Michelin-Stern ist, dafür fehlt es doch an Raffinesse. Einen schönen Überblick über die Stadt gewinnt man auf dem Pöstlingberg. Die Anfahrt zu diesem Aussichtspunkt sollte man unbedingt per Straßenbahn machen. Die spezielle Bergstraßenbahn kämpft sich den steilen Berg hoch, von dem man schließlich einen tollen Ausblick über die Altstadt und auch den industriellen Teil genießen kann.
Die beste Übernachtungsmöglichkeit ist sicherlich das Hotel Spitz, nahe der Donau auf der Seite des Pöstlingberg gelegen. Solide und mit einem netten Restaurant ausgestattet ist das Marriott Courtyard, am Europaplatz auf der Altstadtseite gelegen. Allerdings mit dem für die Häuser dieser Kette typischen Plüsch-Stil, die Zimmer sind schon etwas verwohnt und eher einfach ausgestattet. Eine Tageskarte für Straßenbahn und Bus ist eine lohnenswerte Investition, für die Fahrt auf den Pöstlingberg braucht man hier eine spezielle etwas teurere Variante.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Reisebericht Österreich: Baden bei Wien

Wenn man etwas länger in Wien zu Besuch ist, lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug in die 'Biedermeierstadt' Baden in Niederösterreich.
Mit dem Auto ist man nicht länger als eine halbe Stunde dorthin unterwegs. Etwas beschaulicher ist die Reise mit der 'Badener Bahn', einer Straßenbahn, die von der Oper in Wien bis nach Baden fährt. Der Ausblick während der Fahrt ist allerdings nicht durchwegs idyllisch, sondern eher durch Vorort- und Industriecharme geprägt.
Der Ort hatte schon in der Römerzeit Bedeutung aufgrund seiner Schwefelquellen. Im 15. Jahrhundert erlangte Baden Stadtrechte. Kaiser Franz I verbrachte im 18. Jahrhundert die Sommermonate in Baden und machte die Stadt zu seiner Sommerresidenz. Die heutige Architektur der Stadt ist durch Bauten im Stil des Biedermeier aus dem 19. Jahrhundert geprägt.
Auch heute noch ist Baden einer der bedeutendsten Kurorte in Österreich und verfügt über eine großzügig angelegte Therme. Beginnen sollte man seine Besichtigungstour in der schönen Altstadt. Am Hauptplatz mit der Dreifaltigkeitssäule in der Mitte kann man gut bei einem Café das Treiben in der Innenstadt beobachten. Dort ist zwar Betrieb, aber es ist im Vergleich zur Großstadt Wien trotzdem angenehm ruhig. Sehr sehenswert ist zudem das Rosarium. Hier gibt es auf einem großen Freigelände eine Vielzahl von Rosenarten zu bewundern, zu den Rosentagen im Mai/Juni besichtigen alleine deshalb tausende Rosenfreunde aus aller Welt die Stadt.
Sehenswert sind zudem das Casino und der Kurpark (Bild). Der Kurpark zieht sich entgegen dem, was man gemeinhin von einem Kurpark erwarten würde, steil den Berg hinauf und ist im oberen Teil wesentlich wilder als um das Casino herum. Hier kann man einige Stunden spazieren, ohne dass es langweilig wird und dabei den herrlichen Ausblick auf die Stadt geniessen.

Sonntag, 27. September 2009

Reisebericht Schweiz: Bern

Wahrscheinlich ist das nicht jedem bewußt, aber die oft als etwas provinziell und langweilig verufene Hauptstadt der Schweiz ist durchaus ein populäres Reiseziel. Und das nicht ohne Grund. Mit gut 120.000 Einwohnern ist Bern die viertgrößte Stadt der Schweiz. Ihre Ursprünge gehen in das 13. Jahrhundert zurück. 1848 wurde die Schweiz zu einem Bundesstaat vereint und Bern danach zur Hauptstadt, wobei die Schweizer sehr stark darauf achteten, dass Bern keine dominierende Rolle einnehmen konnte.
Durch Bern fließt die Aare, in die hügelige Landschaft eingebettet, teilweise in einer tiefen Schlucht. Das Wasser hat eine intensive grüne Farbe, was dem Stadtbild einen ganz eigenen Charakter verleiht.
Die Altstadt von Bern ist wirklich sehr sehenswert. Sie ist sehr gut erhalten und Weltkulturerbe der UNESCO, u.a. weil es der Stadt gelungen ist, das historische Stadtbild zu erhalten und sich zugleich zu einer modernen Stadt zu wandeln. Die spektakulärste Straße in der Altstadt ist die Kramgasse und deren Verlängerung, die Gerechtigkeitsgasse. Hier gibt es eine umfangreiche historische Bausubstanz und die für die Altstadt bezeichnenden Lauben, d.h. die Gehwehe sind überbaut und so auch gut bei Regen nutzbar. Vom Zentrum der Altstadt hinunter über die Gerechtigkeitsgasse gelangt man zur Nydeggbrücke über die Aare und damit zum Bärengraben, der gerade in der Sanierung befindlichen Heimat der Berner Bären.
Auf der anderen Seite gelangt man über die Straße 'Große Muristalden' hinauf zum Ortsteil Schosshalde. Dieser Teil ist durch sehr schöne Villen geprägt. Linker Hand gelangt man zu Rosengarten, von dem aus man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt hat. Zudem gibt es hier ein nettes Restaurant mit einem herrlichen Blick in den Park.
In der Altstadt gibt es zahlreiche schöen Cafés, aber wenn man bei guter Sicht das Alpenpanorama geniessen möchte, schränkt sich die Auswahl etwas ein. Sehr schön ist der Ausblick von der Terrasse des Hotel Bellevue, gleich neben dem Sitz der Schweizer Regierung. Das Hotel selbst versprüht etwas antiquierten Charme und viele Touristen schreckt das altehrwürdige Ambiente wahrscheinlich eher ab. Mit dem Ergebnis, dass man gut einen Platz findet, hervorragend bedient wird und zudem eben das herrliche Alpenpanorama geniessen kann. Bern ist sicherlich kein Reiseziel für mehrere Wochen, aber auf jeden Fall eine lohnenswerte Station bei einer Reise durch die Schweiz.

Sonntag, 20. September 2009

Reisebericht Slowakei: Bratislava

Bei den 'neuen' kleinen Ländern in Osteuropa kommen viele Leute durcheinander: welche Länder gibt es überhaupt, wo ist Slowenien, wo ist die Slowakei etc. Bratislava jedenfalls ist die Hauptstadt der Slowakei und mit etwa 450.000 Einwohnern auch die unangefochtene Metropole der Slowakei. 2009 wurde hier auch 
der Euro eingeführt, was natürlich eine große Erleichterung darstellt. Die prächtigen Gebäude der Stadt deuten auf eine bewegte Geschichte hin. Die Stadt wurde lange Zeit im Spannungsfeld zwischen Wien und Budapest hin- und hergezogen und war immer so etwas wie der 'kleine Bruder' in der Allianz von Österreich und Ungarn.  
Die Besichtigung startet man am besten mit einem Rundgang durch die Altstadt (im Bild die bequeme Variante). Das Stadtbild erinnert dort ein wenig an Prag vor ein paar Jahren. Einige Gebäude und Palais sind schon aufwendig saniert, andere Häuser zeigen noch dringenden Renovierungsbedarf. Im Gegensatz zu Prag ist es jedoch angenehm ruhig in der Innenstadt, auch am Wochenende. Bratislava gehört noch nicht zum Pflichtprogramm für jede Europa-Rundreise von Amerikanern, Chinesen oder Japanern. Ein guter Ausgangspunkt ist der Martinsdom (Öffnungszeiten beachten, hier gibt es ab 11.30 eine Mittagspause). Gegen etwas Eintritt kann man nicht nur den Dom, sondern auch eine Ausstellung mit historischen Gewändern und Kirchenschmuck besuchen, auf jeden Fall lohnenswert. Für den weiteren Rundgang sollte man ausreichend Zeit einplanen. Es gibt sehr viele schöne Stadtpalais, wie das Palais Zichy, das Palais Palffy, das Palais de Pauli anzuschauen. Sehenswert ist auch das alte Rathaus, die Apotheke zum Roten Krebs und natürlich (neuer) das Nationaltheater. Es gibt zahlreiche Cafés, die zu einer Rast einladen. Z.B. zentral in der Straße Venturska 1 gelegen das Lancia Café (wie die Automarke), recht stylish. Nach der Altstadt lohnt sich ein Blick
auf das 'modernere' Bratislava des 20. Jahrhunderts. Am besten startet man dafür im Norden der Altstadt an der 'Brücke der Liebenden'. Hier befindet sich ein ehemaliges Schuhgeschäft der Firma Bata (heute die Boutiqe Alizé), welches 1930 vom Architekten Karfík erbaut wurde (Bild), ein sehr fortschrittlicher Entwurf. Von hier aus geht man am besten weiter die Straße Sturova hinunter, wo man an einigen Gebäuden aus der Zeit des Jugenstils vorbei kommt, z.B. der alten Markthalle. Monumental wirkt auch die ehemalige Nationalbank, ein Gebäude aus dem Jahr 1939. Weiter unten an einem kleinen Park sollte man einen Abstecher nach links machen. Dort in der Gasse Alzbetinska befindet sich das sog. Blaue Kirchlein, Jugendstil 
in Reinform. Die Farbgebung erinnert fast an eine griechische Kapelle. Sie wurde 1913 nach Plänen des u
ngarischen Architekten Lechner erbaut und erstrahlt inzwischen (wieder) in voller Pracht (Bild). Weiter unten gelangt man an die Donau. Leider gibt es hier keinen Boulevard oder schönen durchgehenden Weg, sondern man kann sich nur ein einigen Stellen durchkämpfen. Von hier unten hat man einen guten Blick auf die Burg, die hoch über der Donau liegt und dem Volksmund nach wie ein umgekipptes Ehebett aussieht. Für den Weg auf den Burgberg und die Besichtigung muss man sich allerdings einige Stunden extra Zeit nehmen. Über die Donau führt zentral eine große moderne Brücke (Novy Most). Gegenüber der Altstadt befindet sich eine große Besichtigungsplattform auf einem Brückenpfeiler. Dort drin ist das sog. Ufo, eine Café, Bar & Club mit einer tollen Aussicht. Etwas weiter weg von der Innenstadt auf der anderen Seite der Donau liegt das moderne Shopping-Center Aupark. Für die Bevölkerung ein wichtiger Anziehungspunkt, aber nichts wesentlich anderes als in anderen Großstädten auch.  Zur Entspannung bietet sich eine Fahrt mit der Straßenbahn an, mit der man auch in das normale Bratislava gelangt, größtenteils durch mittlerweile häufig bunt gestrichene Plattenbauten geprägt ...