Dienstag, 9. August 2016

Reiseführer Bayern: Ausflug zur Maxhütte in Wallgau




Der Ort Wallgau liegt malerisch am Rande des Isartals gut 15 km von Garmisch entfernt, unweit des Walchensees. In der Region gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu Wandern und ein sehr gut ausgebautes Wegenetz.
Eine sehr einfache Tour führt von Wallgau aus direkt in knapp einer halben Stunde hinauf zur Maxhütte. Wenn man mit dem Auto kommt, parkt man am besten kurz nach dem Ortsausgang in Richtung Walchensee rechts auf einem kleinen Wanderparkplatz und folgt dem ausgeschilderten Weg durch den Wald. Kurz vor der Maxhütte begrüßen den Gast schon ein paar Ziegen, die dort in einem umzäunten Areal leben.
Wer etwas länger laufen möchte (ca. zwei Stunden), der startet am Haus des Gastes im Ort Wallgau und folgt dem nach einer berühmten Tochter des Orts benannten Magdalena-Neuner-Panoramaweg. Neben einer tollen Aussicht kann man sich hierbei auf Schautafeln über die wesentlichen Stationen der sportlichen Karriere der Biathletin informieren. Auch über diesen Weg erreicht man die Maxhütte.
Der Ausflug empfiehlt sich bei schönem Wetter, da man dann draußen sitzen kann und einen herrlichen Ausblick über das Tal auf das das Karwendel- und Wettersteinmassiv sowie die Zugspitze hat. Wer mit Kindern unterwegs ist, profitiert zudem von einem netten Spielplatz, der eine Weile Beschäftigung bietet. Kulinarisch bietet die Hütte keine großen Überraschungen, weder positiv noch negativ. Es gibt typisches Hüttenessen: Würste, Suppen und Brotzeiten in guter Qualität und üppiger Portionsgröße. Vom Service sehr freundlich und aufmerksam, man wird am Platz bedient. Insgesamt fällt der Ausflug in die Kategorie Genußwandern und ist auch für Ungeübte ohne große Anstrengung bestens machbar. Wer die Tour verlängern möchte, kann entweder direkt von der Maxhütte aus auf der Höhe weiter wandern, oder aber nach dem leichten Abstieg direkt in Wallgau einen Abstecher an die Isar machen, die hier noch eher ein großer Bach ist, auch weil ein Teil des Wassers für das Walchenseekraftwerk abgezweigt wird. Aber sie fließt hier sehr schön in ihrem breiten, natürlichen Kiesbett.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Reiseführer Spanien: Barcelona



Barcelona hat weiterhin eine magische Anziehungskraft auf Besucher und auch Menschen aus anderen Ländern, die sich dauerhaft dort niederlassen. Besonders aus Deutschland und England hat sich hier eine kreative Community angesiedelt, die gut eingespielt zusammen leben und zusammen arbeiten. Das liegt nicht nur am reichen kulturellen Erbe der Stadt, die schon lange touristische Anziehungspunkte sind. Wie z.B. die Sagrada Família von Gaudi, an der kräftig weitergebaut wird und die 2026 fertiggestellt werden soll. Es ist die Vielfalt der Stadt und ihrer Bewohner, die eine besondere Anziehungskraft ausüben. Vielfalt insofern, als dass man sowohl die Infrastruktur einer Großstadt vorfindet, aber auch eine reizvolle Lage direkt am Meer hat. Man kann tagsüber über bunte Märkte schlendern und sich abends in ein abwechslungsreiches Nachtleben stürzen. Und die stolzen und ehrgeizigen Katalanen verspüren häufig eine geistige Nähe zu Mitteleuropa, was sich in Stadtbild und Arbeitsweise widerspiegelt. Was man beachten sollte: am Wochenende ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere der U-Bahn, nicht viel los. Einige Linien verkehren nur sehr sporadisch und die Busse sind eher eine Alternative für Einheimische oder Liebhaber der Details in Fahrplänen. Ansonsten heißt es: viel laufen oder mit dem Taxi fahren.
Kulinarisch hat die Stadt ein sehr breites Spektrum zu bieten. Typische regionale Küche auf gehobenem Niveau gibt es z.B. im Cachitos (es gibt davon drei Restaurants, hier das auf der Hauptverkehrsachse Diagonal). Hier gibt es eine große Auswahl, z.B. auch gute und nicht 'touristische' Paella. Und es ist später am Abend einiges los an der Bar.
Hotels gibt es wie Sand am Meer, in allen Preisklassen und Designvarianten. Eine moderne und vergleichsweise preisgünstige Wahl ist das Pol & Grace Hotel, Guillermo Tell, 49, 08006 Barcelona. Die Zimmer sind kein Raumwunder (siehe Bild) und auch die Frühstückszeiten könnten früher beginnen und später enden. Aber der Service ist nett und sehr hilfsbereit und das Ambiente modern und sauber. Die Lage ist nicht ganz zentral, aber auch nicht wirklich außerhalb, so dass man von hier aus die Stadt gut erkunden kann. Zentraler werden die Hotels sprunghaft teurer, so dass das Pol & Grace durchaus ein guter Kompromiss ist, wenn man tagsüber viel unterwegs ist.



Mittwoch, 11. November 2015

Reiseführer Tirol: Kitzbühel / A-ROSA Hotel















Kitzbühel besticht als Reiseziel auch außerhalb der Skisaison (siehe auch hier im Blog den Beitrag zu Jochberg und den weiteren Beitrag zu Kitzbühel). Dies vor allem auch dadurch, dass die touristische Infrastruktur wie Restaurants und Bergbahnen weitgehend in Betrieb ist.

Ein schöner Ausgangspunkt ist das A-ROSA Hotel. Dieses ist auch, aber nicht nur, bei Golfern wegen seiner Lage direkt im Golfplatz beliebt.
Zimmer und Einrichtung versuchen, alpenländisches Ambiente und moderne Akzente zu verbinden. Insgesamt etwas in die Jahr gekommen, aber immer insgesamt ein guter Standard. Der Service ist sehr gut und aufmerksam. Das Essen vom Buffet ist vielfältig und von solider Qualität, allerdings keine Spitzenküche. Abwechslung bietet alternativ das Steakhouse auf dem Golfplatz, welches unterirdisch erreichbar ist. Gemütliche Ecken gibt es im Barbereich, wenn auch die abendliche Live-Musik sicher nicht immer jedermanns Sache ist. Sehr schön der Spa-Bereich, eine Spezialität der A-ROSA Hotels. Ein kombinierter Innen- und Außenpool macht bei jedem Wetter Spaß, schön bei Sonne ist die Liegewiese draußen. Dazu eine reichhaltige Auswahl an Saunen, die keine Wünsche offen läßt.
















Frühjahr, Sommer und Herbst laden in Kitzbühel zum Wandern ein. Ein Vorteil ist dabei die für einen Alpenort relativ niedrige Höhenlage von ca. 760m, was für den Schnee im Winter natürlich ein Nachteil ist. Ansonsten bietet die Lage den Charme höherer Temperaturen und bis in die Höhenlagen saftiges Grün und Almatmosphäre.
Neben dem klassischen Ausflug auf den Hahnenkamm gibt es zahlreiche weitere Ausflugsmöglichkeiten. Z.B. vom Ziel nahe beim Hahnenkamm gelegen, aber deutlich weniger überlaufen, die Fleckalmbahn. Ein schönes Ziel von der Bergstation aus ist die Melkalm. Ein schmaler, aber nicht gefährlicher Pfad durch den Wald und schließlich über Wiesen führt dorthin. Herrlich ist bei gutem Wetter die Sonnenterrasse. Die Qualität stimmt auch, alles sehr bodenständig und frei von den sonst in Kitzbühel präsenten Einflüssen des Publikums aus München und Wien.
Anders geht es bei der ebenfalls von der Bergstation (oder mit dem Auto) erreichbaren Maierl Alm zu. Hier geht der gastronomische Anspruch über die Tiroler Wurzeln hinaus und es gibt eine erlesene Wein- und Champagner Auswahl. Qualitativ jedoch nichts auszusetzen und auch die Lage ist herrlich, wenn es auch auf der Melkalm deutlich uriger ist.
Noch schicker geht es vom Publikum bei der bekannten singenden Wirtin Rosi mit ihren Sonnenbergstuben her, zu erreichen mit dem Auto oder über den Bichlalm-Sessellift, auch schön zu erwandern. Die einfachen Wurzeln des Lokals lassen sich durchaus noch erahnen, werden aber mittlerweile überlagert durch das Schicki-Publikum. Schön ist dennoch, dass auch der neue Gast herzlich empfangen und gut bedient wird. Rosi kümmert sich dabei persönlich um das Wohl der Gäste, eine angenehme Bodenständigkeit ist insofern geblieben.
Ein weiteres Auflugsziel erreicht man mit der Hornbahn, die ebenfalls auch im Sommer im Betrieb ist. Hiermit erreicht man den schönen Alpenblumengarten, mit über 400, teils sehr seltenen Blumenarten. Zahlreiche weitere Wanderziele bieten sich zusätzlich von hier aus an. Weniger inspirierend sind leider die Hütten am Horn, die eher gastronomische Großbetriebe sind.
Insgesamt erschließt sich einem in Kitzbühel im Sommer und Herbst die grüne Seite Tirols, was wirklich sehenswert ist. Und es ist dennoch etwas los und viel offen, ohne dabei überfüllt zu sein.
 


Freitag, 12. Juni 2015

Reiseführer Österreich: Bad Hofgastein / Das Goldberg
















Ein klassisches Reiseziel für Kurgäste in Österreich ist seit langer Zeit das Gasteinertal, mit Bad Hofgastein und Bad Gastein als bekanntesten Orten. Allerdings sind dort inzwischen nicht nur die Gäste, sondern auch viele Hotels und andere öffentliche Einrichtungen etwas in die Jahre gekommen. Vielerorts sieht man vergangene Pracht und verblichenen Charme. Unverändert reizvoll ist hingegen die Lage und die Landschaft der einst so populären Orte. Praktisch ist auch die Zuganbindung, was ja in den meisten Alpentälern nicht direkt gegeben ist.

Glücklicherweise gibt es inzwischen einige Hoteliers und Gastronomen, die in dieser schönen Umgebung wieder investiert haben und so alten Gebäuden zu neuem Glanz verhelfen oder auch völlig neue Hotels erbaut haben. So geschehen beim Hotel ‚Das Goldberg’ in Bad Hofgastein, welches zwar auf wenigen alten Grundmauern fußt, aber doch komplett neu und modern gestaltet an einem Hang über dem Ort thront.

Das Goldberg kommt optisch angenehm frisch und doch durch viel Holz regional angepaßt daher. Das Personal wirkt bei Ankunft antrainiert überfreundlich, abends im Restaurant dann allerdings wesentlich entspannter. Das Essen ist originell und von guter Qualität. Das gilt auch für das Frühstück. Keine kreative Spitzenküche, aber verfeinert österreichisch.

Die Zimmer sind ebenfalls modern gestaltet, viel mit Holz und Stein. Die größeren Kategorien haben zudem großzügige Balkons, auf denen man bei schönem Wetter gut Zeit verbringen kann. Nach hinten raus hat man nicht allzu viel Aussicht, dort geht es direkt steil den Berg hinauf. Auf der Talseite befindet sich direkt unter dem Hotel die Zugstrecke, was man in den Beschreibungen und Bildern so nicht sofort sieht. Züge kommen eher selten und auch der Steigung geschuldet langsam, aber man bekommt es an dieser Seite natürlich mit. Das ist auch draußen auf der Wiese vor dem Spa-Bereich der Fall, aber aufgrund der niedrigen Zugfrequenz im Tal durchaus zu verschmerzen.

Der Spa-Bereich ist schön angelegt, mit einem warmen Becken außen mit Einstieg innen und einer Saunalandschaft inkl. Panoramasauna mit großer Glasfront. Etwas beengt ist der Platz zum Entspannen. Zumindest wenn man wetterbedingt nicht draußen liegen kann. Hier wurde nicht großzügig genug geplant.

Die Behandlungen werden sehr fachmännisch durchgeführt und haben ein im Vergleich zu anderen gehobenen Hotels ein faires Preis-Leistungsverhältnis.

Schön an der Lage ist im Sommer, daß man direkt vom Hotel aus loswandern kann und gleich in saftigen Wiesen startet. Ein sehr schöner Ort, der für ein paar entspannte Tage in den Bergen absolut zu empfehlen ist.